Benediktinerstift Kremsmünster
Ein gutes Stück österreichischer Geschichte ist im Benediktinerstift Kremsmünster zu sehen. In der Schatzkammer bewundern Sie den sagenumwobenen Tassilo-Kelch. Außerdem erwarten Sie eine der schönsten und umfangreichsten Bibliotheken Österreichs sowie die sehenswerte Stiftskirche Kremsmünster.
Österreichische Geschichte erleben
Im Jahr 777 n. Chr. Durch den bayerischen Herzog Tassilo III gegründet, zählt das Stift Kremsmünster zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Oberösterreichs. Seine heutige Form und Ausdehnung erhielt es im 17. Jahrhundert. Die herrschaftliche Lage des Klosters wusste Baumeister Jakob Prandtauer gekonnt zu inszenieren. So misst der Südflügel etwa beeindruckende 290 Meter. Er beherbergt die Repräsentationsräume des Stifts Kremsmünster: Refektorium, Bibliothek und den Kaisersaal. Im Osten des Gebäudes prägt der 51 Meter hohe Astronomische Turm das Antlitz des Bauwerks.
Bereits seit 1549 beherbergt das Kloster Kremsmünster eine Schule, die auch prominente Absolventen hervorgebracht hat. Der österreichische Dichter Adalbert Stifter etwa drückte hier die Schulbank. Selbstverständlich ist das Stift Kremsmünster auch heute noch Kloster: mehr als 60 Benediktinermönche engagieren sich hier in der Ausbildung sowie in der Seelsorge. Wer einmal den Klosteralltag kennen lernen möchte, hat während der Karwoche Gelegenheit „Mönch auf Zeit“ zu werden. Allerdings: nur Männer werden zugelassen.
Besuch im Stift Kremsmünster
Nicht entgehen lassen sollten Sie sich die 1277 fertig gestellte Stiftskirche Kremsmünster. Später wurde die Kirche unter der Leitung berühmter italienischer Baumeister barockisiert. Ein herausragendes Beispiel dieser Kulturperiode ist das große Hochaltarbild von Johann Andreas Wolf sowie die Barockengel von Johann Michael Zürn dem Jüngeren. Ebenfalls sehenswert: das berühmte Guntergrab in der Kirche. Beeindruckend: die große Bibliothek im Stift Kremsmünster. Sie wurde 1680 von Carlo Antonio Carlone entworfen und zählt zu den größten klerikalen Bibliotheken Österreichs. 160.000 kostbare Schriften, Bücher und Prachtbände werden hier für die Nachwelt konserviert.