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Stift St. FLorian

Augustiner Chorherrenstift St. Florian

In diesem Augustiner Chorherrenstift ist die wichtigste Wirkungsstätte des Komponisten Anton Bruckner beheimatet. Auf der berühmten Bruckner-Orgel entstanden bedeutende Werke des Musikgenies. Bezaubernd: die Marienkapelle.

Das Stift St. Florian im gleichnamigen Ort in der Nähe von Linz ist das größte Barockkloster Österreichs. Eingebettet in die hügelige Landschaft des Traunviertels wird das Kloster auch heute noch von den Augustiner Chorherren als Ort des Innehaltens und Gebets verstanden. Und doch pflegen die Mönche den Kontakt mit Besuchern aus aller Welt. Kein Wunder, hat doch das Stift St. Florian als Wallfahrtsort Tradition. An der Grabstätte des Märtyrers Florian entstand schon bald nach seinem Tod 304 n. Chr eine Wallfahrtsstätte. Im 8. Jahrhundert wurde das Kloster erstmals urkundlich erwähnt, im Jahr 1071 weiß man von dem ersten großen Ausbau des Klosters. Sein barockes Antlitz erhielt das Kloster unter Carlo Antonio Carlone, nach dessen Tod leitete Jakob Prandtauer das Bauvorhaben. Reicher Stuck, kostbare Fresken und eine opulente Ausschmückung der Kirche zeichnen das Ensemble aus.

Dem heiligen Florian als Patron des Landes Oberösterreich sowie dem Beschützer der Feuerwehren, Töpfer, Schmiede, Kaminfeger, Seifensieder und Bierbrauer wird in vielen Inschriften und Kunstwerken des Klosters gedacht.

Anton Bruckner und das Stift St. Florian

1848 bis 1855 diente der Komponist Anton Bruckner als Stiftsorganist. Die Brucknerorgel in der Basilika wird auch heute noch bespielt: eine Selbstverständlichkeit, dass vor allem Bruckner aufgeführt wird, zumal der Künstler auch hier begraben ist. Zum musikalischen Ruf des Klosters tragen auch die Florianer Sängerknaben bei, die im Kloster-Internat ausgebildet werden.

Von großer kulturhistorischer Bedeutung ist die Stiftsbibliothek St. Florian, eine der ältesten und eindrucksvollsten Präsenzbibliotheken Österreichs. Ein spätbarocker Hauptsaal mit überhohen Bücherregalen prägt den optischen Eindruck der Bibliothek. Unter den 150.000 Bänden im Gesamtbestand stellen rund 800 mittelalterliche Handschriften den wertvollsten Schatz dar. Auch eine Exlibris-Sammlung mit 253 Blättern begeistert kundige Besucher.